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Fehlzeiten: Unternehmen zahlten 2025 fast 86 Milliarden Euro für erkrankte Mitarbeitende


Urheber:in:
Haufe Arbeitsschutz



Milliardenbelastung für Arbeitgeber: Kosten für Lohnfortzahlung steigen drastisch

Seit dem Jahr 2020 verzeichnen deutsche Unternehmen einen enormen Anstieg der Ausgaben für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die finanzielle Belastung für Arbeitgeber ist in diesem Zeitraum um mehr als 21 Milliarden Euro geklettert – eine Entwicklung, die den Druck auf den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter erhöht.

Aktuelle Daten machen zwei Haupttreiber für diese Entwicklung verantwortlich:

  • Rekord-Krankenstand: Die Fehlzeiten der Beschäftigten haben in den letzten Jahren historisch hohe Werte erreicht. Neben Infektionswellen schlagen zunehmend auch psychische Erkrankungen und langwierige Ausfälle zu Buche.

  • Gestiegene Lohnkosten: Durch Tarifabschlüsse, allgemeine Gehaltserhöhungen und die Erhöhung des Mindestlohns fallen die Ausfälle pro Kopf finanzieller deutlich stärker ins Gewicht als noch vor einigen Jahren. Da die Entgeltfortzahlung an das Bruttogehalt gekoppelt ist, treibt jede Lohnsteigerung die Ausfallkosten automatisch mit in die Höhe.

Für Unternehmen bedeutet dieser doppelter Effekt, dass Fehlzeiten direkte Renditefresser sind. Ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und präventive Maßnahmen zur Senkung des Krankenstands werden daher für viele Firmen immer mehr von einer freiwilligen Sozialleistung zu einem betriebswirtschaftlichen Erfordernis.

 

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