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Ärztemangel: Öffentlicher Dienst wirbt mit hoher Vergütung und finanziellen Anreizen


Urheber:in:
ASU Arbeitsmedizin



Der Ärztemangel betrifft zunehmend auch Behörden und öffentliche Einrichtungen. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg sowie die Stadt Hannover suchen deshalb ärztliches Personal für arbeits- und betriebsmedizinische Aufgaben. Angeboten werden unbefristete Beschäftigungsmöglichkeiten bis zur Entgeltgruppe E 15 beziehungsweise Besoldungsgruppe A 15, teilweise ergänzt durch Fachkräftezulagen.

In Brandenburg werden Ärztinnen und Ärzte unter anderem für die arbeitsmedizinische Betreuung, Vorsorge, Impfberatung und das betriebliche Gesundheitsmanagement gesucht. Die Feuerwehr Hannover benötigt eine Fachärztin oder einen Facharzt für Arbeitsmedizin, insbesondere zur Betreuung und Untersuchung der Einsatzkräfte. Die Tätigkeit ist dort in Voll- oder Teilzeit möglich und bis A 15 bewertet.

Parallel versucht Brandenburg, die allgemeinmedizinische Versorgung in unterversorgten Regionen zu stabilisieren. Für die Übernahme oder Neugründung einer Hausarztpraxis sind Förderungen von bis zu 55.000 Euro möglich. Ergänzend sollen Stipendien, geförderte Weiterbildungsstellen und besondere Studienplatzquoten Medizinerinnen und Mediziner langfristig an ländliche Regionen binden.

Wichtig ist die Abgrenzung: Die 55.000-Euro-Förderung ist keine zusätzliche Prämie für die ausgeschriebenen A-15-Stellen in der Arbeitsmedizin. Sie gehört zu den Förderprogrammen für die hausärztliche Niederlassung in bestimmten Regionen Brandenburgs. Der Artikel fasst damit verschiedene Maßnahmen gegen den Ärztemangel zusammen.

Auf den Punkt gebracht: Bund, Länder und Kommunen müssen zunehmend mit attraktiven Gehältern, sicheren Arbeitsbedingungen und zusätzlichen Förderungen um medizinisches Personal konkurrieren. A-15- beziehungsweise E-15-Stellen sollen Fachärzte für den öffentlichen und arbeitsmedizinischen Dienst gewinnen, während Zuschüsse von bis zu 55.000 Euro vor allem die hausärztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen sichern sollen.


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